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Wasserzufuhr für den durstigen Lake Powell: Ein Balanceakt mit hohen Kosten

David Lee23. April 2026wirtschaft
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Wasserzufuhr für den durstigen Lake Powell: Ein Balanceakt mit hohen Kosten

Einleitung

FORT COLLINS, Colorado (AP) – In diesem Frühjahr wird es in den Canyons im östlichen Utah zu einem außergewöhnlichen Wasserausstoß kommen, der der Menge von 50.000 gleichzeitig spülenden Toiletten entspricht. Diese Maßnahme ist erforderlich, um die Stromerzeugung für Tausende von Haushalten im Westen der USA aufrechtzuerhalten. Während die Flüsse Green und Colorado wie eine willkommene Wasserquelle erscheinen, sind die Umstände alles andere als erfreulich.

Dringende Maßnahmen zur Erhöhung des Wasserspiegels

Nach dem trockensten Winter seit Aufzeichnungsbeginn planen die Behörden, den stark geschwächten Lake Powell auf dem Colorado River anzuheben, um die Hydrokraftwerke zu betreiben. Um dies zu erreichen, wird eine Freisetzung von bis zu einem Drittel des Wassers aus dem Flaming Gorge Reservoir in Wyoming und Utah angestrebt. Diese Maßnahme könnte die Rekordfreisetzung von 2022 übertreffen, die notwendig war, um die Stromversorgung aufrechtzuerhalten.

lake powell | PBS NewsHour
lake powell | PBS NewsHour
Declining water levels at Lake Powell are affecting businesses
Declining water levels at Lake Powell are affecting businesses

Die Bedeutung von Lake Powell

Lake Powell, das durch den Glen Canyon Dam gestaut wird, liefert kostengünstigen und kohlenstofffreien Strom für mehr als 350.000 Haushalte. Doch die drohenden Auswirkungen dieser Wasserfreisetzung betreffen nicht nur die Energieversorgung, sondern auch zahlreiche andere Interessengruppen, darunter Landwirte, Industrien und etwa 40 Millionen Haushalte, die auf Wasser angewiesen sind.

Folgen für Flaming Gorge

Am Flaming Gorge in Südwest-Wyoming beobachten die Eigentümer des Buckboard Marinas, Tony und Jen Valdez, mit Besorgnis den Rückgang des Wasserstandes, der bis Ende Sommer um bis zu 3 Meter (10 Fuß) sinken könnte. Dies würde längere Anfahrtswege zum Wasser bedeuten, um Boote zu Wasser zu lassen. Jen Valdez äußerte: „Natürlich sind wir besorgt. Es wird wahrscheinlich einen Punkt geben, an dem wir uns noch mehr Sorgen machen müssen.“

Langfristige Dürre und ihre Auswirkungen

Die dramatischen Maßnahmen sind notwendig, um sicherzustellen, dass der Wasserspiegel in Lake Powell hoch genug bleibt, damit die Turbinen zur Stromerzeugung betrieben werden können, ohne dass Luft in das System eindringt und Schäden verursacht. Wenn der Wasserspiegel unter 1.200 Meter (3.490 Fuß) fällt, was noch nie seit dem Bau des 220 Meter hohen Damms im Jahr 1963 geschehen ist, könnte dies katastrophale Folgen für die Stromversorgung haben.

Wirtschaftliche und soziale Auswirkungen

Insgesamt erhalten rund 155 Kunden, darunter Städte, Stämme und ländliche Elektrizitätsgenossenschaften, Strom vom Glen Canyon Dam. Viele dieser Kunden sind in benachteiligten Gemeinden tätig und sind nicht gewinnorientierte Einrichtungen, die für den Betrieb und die Instandhaltung des Damms sowie für die Investitionen der Bundesregierung aufkommen müssen.

Leslie James, Geschäftsführerin der Colorado River Energy Distributors Association, betonte: „Wenn die Hydrokraft aus dem Glen Canyon auf null oder ein niedriges Niveau sinkt, wird dies verschiedene Auswirkungen auf die Preise für die Gemeinden haben.“ Diese Situation hat in den letzten fünf Jahren zu Preiserhöhungen geführt, insbesondere bei Heber Light & Power, wo die jüngste Erhöhung 13 % betrug.

Dürre und Wasserbedarf

Die zunehmend häufigen Dürreperioden, Verdunstung und der Wasserbedarf, insbesondere für die Bewässerung von Luzerne für die Viehzucht, haben den Wasserspiegel von Lake Powell auf 1.075 Meter (3.526 Fuß) gesenkt, was nur 23 % der Volllast entspricht. Um weiterhin Strom zu erzeugen, darf der Reservoirstand nicht unter 1.200 Meter fallen.

Zukunftsaussichten

Die jüngsten Wasserfreisetzungen aus Flaming Gorge könnten schließlich das Doppelte der Menge aus 2022 betragen. Doch die Planungen, 1,5 Millionen Acre-Fuß (1,85 Milliarden Kubikmeter) in Lake Powell zurückzuhalten, führen auch dazu, dass der Hoover Dam 40 % weniger Strom erzeugen wird, was die Situation am Lake Mead, der sich in der Nähe von Las Vegas befindet, weiter verschärfen könnte.

Ökologische Überlegungen

Ein weiteres Problem ist die Erwärmung des Oberflächenwassers in Lake Powell, die die Ausbreitung von invasiven Kleinbarscharten begünstigen könnte. Diese Fische stehen in Konkurrenz zu der bedrohten einheimischen Art, dem Humpback Chub, im Colorado River. Umweltgruppen wie der Grand Canyon Trust fordern die Wasserverwalter auf, kühleres Wasser aus der Tiefe beizumischen, um den Grand Canyon für Kleinbarsche unattraktiv zu machen.

Zusammenfassung und Ausblick

Die Freisetzungen aus Flaming Gorge sind darauf ausgelegt, den einheimischen Fischbestand im Green River, einem Nebenfluss des Colorado River, zu unterstützen. Es wird erwartet, dass Flaming Gorge von 83 % seiner Kapazität auf geschätzte 59 % sinkt. Obwohl die Freisetzungen von 2022 von einem feuchten Winter gefolgt wurden, der vorübergehend Sorgen um die Wasserversorgung linderte, ist die aktuelle Dürre eine Herausforderung, die nicht ignoriert werden kann. „Eine oder zwei feuchte Jahre werden nicht ausreichen, um eine 25-jährige Megadürre zu überwinden“, erklärte Valdez, der optimistisch bleibt, dass der Regen zurückkehren wird.

Fazit

Die Wasserfreisetzungen in Lake Powell sind ein komplexes Zusammenspiel von Energiebedarf, Umweltschutz und den Bedürfnissen der Gemeinschaften. Die Herausforderungen sind enorm, doch die Hoffnung auf eine Rückkehr zu feuchteren Bedingungen bleibt bestehen.

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Author

David Lee

Content Creator bei Dutch Magazine.

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